Anstrichschäden
auf Holz
     
 
Blasenbildung und Anstrichablösung an Fenstern außen aufgrund anhaltender und erhöhter Kondenswasserbelastung an der Innenseite (Winterbau), Holzfeuchtigkeit nahe dem Faser- sättigungspunkt

Unzureichend gerundete Profilkanten an Fenstern mit vor- zeitigen Anstrichablösungen (links deckender Anstrich über gefaster Kante, rechts mit weißer Kontrastlackfarbe umman- telter Lasuranstrich) Anstrichprobe im Querschnitt, durch Anfärben sichtbar gemachte Anstrichschichten

Rissbildung an Füllungstüre aufgrund von Quell- und Schwundbewegungen des Holzes Rissbildung im Anstrich von Türen über gerissenem, sich ablösenden Holzfurnier (links Draufsicht, rechts Proben- querschnitt unter dem Mikroskop bei 100-facher Vergrößerung)

Mikroschaum in werkseitig aufgebrachter Lasurbeschichtung an Fenstern (links Draufsicht, rechts Querschnitt mit weißer Kontrastlackfarbe abgesetzt, bei 50-facher Vergrößerung) Haftungsstörungen des Lasuranstrichs aufgrund zu geringer Anstrichschichtdicke

Hagelschäden im Fensteranstrich (links Lasuranstrich, Mitte deckender Anstrich, rechts Makroaufnahme der Einschlagstelle

Verfärbungen des weißen Fensteranstrichs über dem Kern-
holzbereich des Kiefernholzes durch wasserlösliche Holzinhaltsstoffe nach anhaltender u. erhöhter Kondenswasserbelastung (abgeklebt ohne Verfärbung)
Pilzbefall an Dachuntersicht (erhöhte Feuchtigkeits- belastung u. fehlende fungizide Ausrüstung

 
     
auf Putz, Beton usw.
     
 
Schimmelpilzbildung über Fenstern am Wärmedämmverbundsystem (ohne biozide Zusätze) durch Kondensatniederschlag (die Wärmebrücken über unzureichend geschlossenen Plattenfugen markieren sich aufgrund der höheren Oberflächentemperaturen als hellere Streifen innerhalb der dunkleren Flächen)

Nisthöhlen von Spechten an Wärmedämmverbundsystemen,
(bevorzugt an Gebäudeecken festzustellen).
Algenbildung auf Wärme-
dämmverbundsystem mit
unzureichend fungizider
Ausrüstung

Anstrichschäden an Flächen mit fehlendem Dampfdruck (kalte Rückseiten - erhöhte Putzfeuchte)
In Kunststoff eingeschlossene Proben von Wandanstrichen, rechts durch Anfärben des Probenquerschnitts mit Lugolscher Lösung wird die Anzahl der Anstriche sichtbar

Bindemittelanreicherung auf Innenputz (beim Benetzen mit Wasser zeigt sich die stark saugende Kratzspur, rechts Anstrich löst sich mit Sinterschicht ab) Konstr. Mangel u. fehlende Randbeschichtung der Faserzementplatte bewirken Verseifungen des Anstrichs

Fogging in Wohnräumen (schwerflüchtige Bestandteile aus Anstrichstoffen, Laminatböden, Polstern, Kunststoffen usw., die sich in der Raumluft mit Schwebstoffen verbinden, lagern sich an kalten Außenwandflächen, an Flächen mit elektrostatischer Aufladung und aufgrund der Thermik oft innerhalb kurzer Zeit, als schmieriger grauer Belag ab.

 
     
auf Metall
     
 
Haftungsstörungen des Anstrichs auf verzinktem Blechdach aufgrund unzureichender Untergrundvorbereitung und ungeeigneter Anstrichstoffe, die zu haftungsmindernden, weißen Zinksalzen an der Grenzfläche zwischen Anstrich und Untergrund geführt haben (Mitte Rückseite, rechts Querschnitt)

Alkydharzlackfarbenanstrich
auf verzinktem Balkon-
geländer
Mit Thionin-Acetat angefärbter Probenquerschnitt (ein Teil-
strich entspricht 10 µm)
Blasenbildung in Brand-
schutzbeschichtung aufgrund einer Lösemittelretention

Walzhautreste an Stahlträger durch Abbeizen des Anstrichs freigelegt Anstrichablösungen mit unterrosteter Walzhautschicht (links unterrostete Walzhaut an Rückseite der Ablösung, rechts im Querschnitt unter dem Anstrich